Offener Brief an Markus Söder

Sehr geehrter Herr Staatsminister Söder,
nachdem Sie als designierter bayerischer Ministerpräsident beim Neujahrsempfang der CSU in Bad Kissingen eine zeitnahe politische Entscheidung zu einem möglichen dritten Nationalpark in Bayern angekündigt haben, möchte das „Bündnis Nationalpark Rhön“ für die vielen, vielen Befürworter dieses Projektes der Bayerischen Staatsregierung ein sachliches Fachgespräch gemeinsam mit Ihnen, den Landräten und den Kreisvorsitzenden der betroffenen Landkreise unter Beteiligung der beiden involvierten Ministerien führen.

Die angebliche Spaltung der Bevölkerung durch die Diskussionen zum möglichen Nationalpark Rhön wurde durch den Verein „Unsere Rhön - gemeinsam stark“ von Anfang an mit falschen Fakten und Aussagen inszeniert, mit dem Ziel, die Bevölkerung vor Ort zu verunsichern. Eine staatspolitische Entscheidung von einer solchen landesweiten Tragweite, wie sie die Ausweisung eines Nationalparks darstellt, kann nicht von einer lautstarken Minderheit entschieden werden! Gerade das Jubiläumsjahr des Freistaates Bayern wäre geeignet, dieses einmalige, weil länderübergreifende Naturschutzprojekt, welches von der überwältigenden Mehrheit der bayerischen Bevölkerung - auch vor Ort - getragen und gewünscht wird, für die uns nachfolgenden Generationen, im Sinne der Bayerischen Verfassung und als Ausdruck einer gelebten Basisdemokratie, auf den Weg zu bringen


Die übergroße Mehrheit der betroffenen Kommunen in der Rhön haben per Gemeinderatsbeschluss unverkennbar ihren Wunsch und ihre Bereitschaft zum Ausdruck gebracht, in eine sachliche Diskussion im Rahmen der Konzeptionsphase einzusteigen. Ein länderübergreifender Nationalpark, wie von Ministerpräsident Horst Seehofer angedacht, ist zudem durch die bisher durchweg positiven Reaktionen des Landes Hessen für die Rhön eine einmalige Chance für „Mensch und Natur“.

Bayern braucht und wünscht einen Laubwald-Nationalpark.
Die bayerische Bevölkerung will nicht nur ein „Schützen durch Nützen“. Der Wunsch und die Sehnsucht nach Wildnis ist in der deutschen Bevölkerung groß. Die Bayerische Landesanstalt für Wald- und Forstwirtschaft beweist laufend mittels wissenschaftlich fundierter Studien die Bedeutung von Prozessnaturschutzwäldern. Wir haben in der Rhön eine landesweit einmalige Laubwaldregion, die wir für die Zukunft bewahren und schützen wollen.

Das Bündnis Nationalpark Rhön fordert deshalb eine sachliche und fachliche Entscheidung zu diesem Prozess! Gemeinsam mit den beteiligten Landkreisen und betroffenen Kommunen. Wir fordern nach einer, von Sachlichkeit und Fachlichkeit geprägten Information der Bevölkerung in den betroffenen Landkreisen durch die beiden Ministerien einen Bürgerentscheid, damit sichergestellt ist, dass eine Entscheidung – wie auch immer diese aussehen mag - den Wunsch der Bevölkerungsmehrheit darstellt.



Wir freuen uns auf ein baldiges Gespräch mit Ihnen!

Das „Bündnis Nationalpark Rhön“



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